Sie sind hier

Schriftgröße

MdB Dr. Edgar Franke besucht Freiwillige in Malteser Rettungswache

Gudensberg. Um mit Freiwilligendienstleistenden an ihrem Einsatzort in Kontakt und ins Gespräch zu kommen besuchte der Bundestagsabgeordnete Dr. Edgar Franke die Rettungswache der Malteser in Gudensberg, arrangiert hatte dieses Treffen die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Freiwilligendienste Hessen.

Die Freiwillige Julia Piater aus Brandenburg berichtete, dass sie in ihrer Heimat keinen Freiwilligendienst im Rettungsdienst hätte machen können und deshalb durch Internetrecherchen nach Gudensberg gefunden habe. Die anderen Freiwilligen kamen durch persönliche Kontakte zu Mitarbeitern zu ihrem Dienst an der Malteser Rettungswache. In Gudensberg kommen neun von insgesamt rund 140 Freiwilligen der Malteser in Hessen zum Einsatz.

Innerhalb des Gesprächs wurde deutlich: Nicht die Aussetzung der Wehrpflicht, sondern die Veränderung des Arbeitsmarktes oder versäumte Informationen zum Freiwilligendienst, seien die Gründe für rückläufige oder stagnierende Bewerberzahlen bei nahezu allen Trägern. „Die vorhandenen Stellen müssten mit viel mehr Aufwand beworben werden“, berichtet der Notfallsanitäter und Praxisanleiter Nicklas Reitze. Deshalb seien Träger und Politik gefragt, die Bedeutung des bürgerlichen Engagements wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rufen.

„Die Freiwilligen besuchen während ihrer Dienstzeit 25 Bildungstage, um ihnen bei politischen, sozialen, gesellschaftlichen oder religiösen Themen viele außerschulische Eindrücke und Kompetenzen mit auf den Lebens- und Berufsweg zu geben. Um diese Bildungsarbeit und die Ideen zur Integration von neuen Zielgruppen zu gewährleisten und auszubauen ist es bedauerlich, dass die Haushaltsmittel für den Freiwilligendienst im Bundeshaushalt 2020 gekürzt wurden“, berichtet Matthias Krause als Vertreter der Malteser in der LAG Freiwilligendienste Hessen.

Bei einem Rundgang der Freiwilligen und Dr. Franke durch die Rettungswache in Gudensberg berichtet der Bundestagsabgeordnete, dass er seinerzeit bei der Einweihung der alten Wache als Bürgermeister von Gudensberg ebenfalls mit anwesend war. Abschließend gab Franke einen Einblick in seine Aufgaben im Bundestag und in den Ausschuss für Gesundheit. Auch in seiner Funktion als Opferbeauftragter der Regierung erlebt er Schnittstellen zu den Einsatzkräften.