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FSJler diskutieren mit Essener Bundestagsabgeordneten Dirk Heidenblut

Von Politikverdrossenheit der Jugend war an diesem Vormittag im Bildungshaus in Essen-Werden nichts zu spüren: Über 40 FSJler der DRK Nordrhein FreiWerk gGmbH diskutierten mit dem Bundestagsabgeordneten Dirk Heidenblut über ihr Engagement im FSJ, aber auch über Themen, die die Jugendlichen interessieren wie etwa den Klimawandel, das Gesundheitssystem oder berufliche Zukunftsperspektiven.

Eine große Rolle spielte das Thema „Wertschätzung im FSJ" für die jungen Menschen. Klar sprach sich der gebürtige Essener Dirk Heidenblut für die Forderung aus, ein ÖPNV-Ticket für die Freiwilligendienste einzuführen, um etwa zur Einsatzstelle und zurück fahren zu können. Dabei betonte Heidenblut die Bedeutung des Engagements im Freiwilligendienst: „Wann erhält man schon einmal die Chance, in Kontakt mit Menschen mit Behinderung oder dementiell erkrankten Menschen zu kommen? Diese Erfahrung machen zu dürfen ist enorm wertvoll." Gleichzeitig sprach sich Heidenblut gegen ein verpflichtendes soziales Jahr für alle jungen Menschen aus. Vielmehr betonte er den hohen Wert einer freiwilligen Entscheidung junger Menschen, sich sozial in einem Freiwilligendienst zu engagieren. Insbesondere diese Außenperspektive sei es, die für Einrichtungen so wertvoll und geschätzt sei.

Die Jugendlichen nutzten die Chance, sich mit dem Politiker auch über weitere drängende Fragen auszutauschen. Themen wie der Klimawandel oder das abnehmende Interesse junger Menschen an der Politik lag ihnen besonders am Herzen. So äußerte Heidenblut Wertschätzung gegenüber den Aktivistinnen und Aktivisten der Fridays-for-Future-Demonstrationen und betonte: „Alle Maßnahmen, die dazu beitragen auf die drängende Relevanz dieses Themas hinzuweisen, sind begrüßenswert." Gefragt nach dem Ausrufen eines Klimanotstandes in den Kommunen begrüßte Heidenblut zwar diese Maßnahmen, betonte aber auch, dass die entscheidenden Schritte für das Klima die Handlungen der Menschen seien und nicht das Ausrufen eines Notstandes. Heidenblut begrüßte den Vorschlag, jüngeren Menschen ein Mitspracherecht bei Wahlen zu geben, und setzt sich etwa für eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre ein.