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Freiwilligendienst-Träger demonstrieren in Berlin gegen Bundesmittelkürzungen

Gemeinsam mit 23 anderen Träger der Freiwilligendienste aus Berlin und Brandenburg protestierten die AWO Freiwilligendienste am 27. August 2019 in Berlin gegen die erst angekündigte und im April 2019 zurückgenommene Erhöhung der Bundesfördermittel in den Jugendfreiwilligendiensten und dem Bundesfreiwilligendienst.

Etwa 120 hauptamtliche Fachkräfte der einzelnen Träger zogen unter Begleitung der Polizei lautstark vom Potsdamer Platz zur ersten Demostation, dem Bundesfinanzministerium. Mit Sprechchören und Gesängen forderten die Beteiligten die Verstetigung der Bundesmittel in den Jugendfreiwilligendiensten, dem Bundesfreiwilligendienst sowie im Fördertopf Inklusion. An der zweiten Station, dem Bundesfamilienministerium, überreichte Kirstin Weis, Leitung der Freiwilligendienste, zusammen mit einer Delegation aus Trägervertreter*innen der Staatssekretärin Juliane Seifert ein Forderungspapier. Durch die Rücknahme der Erhöhung fehlen den Freiwilligendiensten insgesamt 40 Millionen Euro, die eine konzeptionelle Weiterentwicklung der Freiwilligendienste, z.B. die Ansprache und Betreuung inklusiver Freiwilliger, nur schwer ermöglichen. Gestiegene Personal- und Sachkosten machen darüber hinaus eine mitwachsende Förderung zwingend erforderlich. Eine Verstetigung im Bundeshaushalt auch nach August 2020 ist daher dringend notwendig. Die Demo endete mit einer lautstarken Schlusskundgebung vor dem Forum am Bundeskanzleramt.