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Erfahrungsaustausch zum Bundesfreiwilligendienst – AWO Hessen Süd und Dr. Achim Kessler (MdB) besuchen die KITA Wirbelwind

 

Vermittelt von Frau Kirsten Georg von den Freiwilligendiensten der AWO Hessen-Süd hat sich der Bundestagsabgeordnete Dr. Achim Kessler mit aktuellen und ehemaligen Bundesfreiwilligen der AWO Fulda in der KITA Wirbelwind getroffen, um sich über mögliche Einsatzorte von Bufdis in Integrationsprojekten, deren Motivationen und Lebenswege zu informieren. 

Mit aufmunternden Worten hilft Ali Shawak seinem Schützling in seine Jacke und führt ihn gemeinsam mit anderen Kindern zum AWO-Shuttlebus, um die Kinder der KITA Wirbelwind nach einem aufregenden KITA-Tag wieder zurück zu ihrem Wohnort im Stadtteil Ostend zu fahren. Ali hat im Jahr 2018 als Bundesfreiwilliger (Bufdi) in der KITA Wirbelwind begonnen. Nach dem Ende des Dienstes konnte der AWO Kreisverband Fulda den ausgebildeten Lehrer aus Syrien als Fahrer und Kulturmittler in der KITA eine Stelle anbieten, die sowohl zu seinen Qualifikationen passt, als auch seinem persönlichen Engagement entspricht. 

Die 3-gruppige KITA Wirbelwind ist mit ihrem Betreuungsangebot und der konsequenten Ausrichtung auf Sprachförderung in ein gut ausgebautes soziales Netzwerk in Fulda eingebettet. Ziel ist es vor allem, alle Kinder in der KITA entsprechend ihren eigenen Potentialen auf die Schule vorzubereiten und damit frühzeitig auf gute Zukunftschancen hinzuwirken. „Dabei arbeiten wir nicht nur mit den Kindern, sondern auch sehr intensiv mit den Eltern.“ führt die KITA-Leitung Frau Schönmeier aus. „Wir informieren über das deutsche Bildungssystem, unterstützen bei der teils komplizierten Antragsstellung und vermitteln bei Bedarf auch in passgenauen Ergänzungsangebote, mit dem Ziel für alle Chancengleichheit auf ihrem Bildungsweg zu erzielen.“ 

„Bundesfreiwillige unterstützen die Fachkräfte bei der täglichen Erziehungsarbeit – als zusätzliche helfende Hand, als Kulturmittler, und vieles mehr.“, betont Herr Wolfram Latsch, Geschäftsführer der AWO Fulda. „Gleichzeitig ist das Programm eine Chance für jeden Freiwilligen, sich selbst auszuprobieren und Erfahrungen für eine Arbeitsperspektive in Deutschland zu entwickeln. Dass das funktioniert, zeigt das Beispiel von Herrn Shawak – und das ist kein Einzelfall.“

Herr Dr. Kessler (MdB Fraktion Die Linke) dankt der AWO in Fulda und in Frankfurt vielmals für ihr Engagement und die gute vernetzte Zusammenarbeit für die Freiwilligendienste und betont: „Am Beispiel der KITA Wirbelwind wird deutlich, wie wertvoll funktionierende Netzwerke für die einzelnen Menschen in einem Gemeinwesen sind. Es ist schön zu sehen, wie sich dadurch Lebenswege positiv beeinflussen lassen.“

Frau Georg von der AWO Hessen-Süd, die für die Bundesfreiwilligen der AWO Fulda und anderer Träger unter anderem die vorgeschriebenen Bildungstage organisiert und durchführt, macht zum Abschluss nochmal auf die Bedeutung von Freiwilligendiensten aufmerksam: „Gerade für Menschen mit besonderen Herausforderungen wie fehlenden Sprachkenntnissen, aber auch für Menschen mit z.B. körperlichen Beeinträchtigungen ist ein Freiwilligendienst eine Chance zur Integration in die Gesellschaft.“ Aktuelle Diskussionen, Mittel für die Jugendfreiwilligendienst zu kürzen bzw. angekündigte Erhöhungen nicht durchzuführen sieht sie kritisch. Das sei das falsche Signal.

Bild von links:

Tatjana Schönmeier (KITA Leitung/AWO Fulda)

Ali Shawak (Mitarbeiter AWO Fulda und ehem. Bufdi)

Dr. Achim Kessler (MdB Fraktion Die Linke)

Noura Zerouali (Bundesfreiwillige AWO Fulda)

Kirsten Georg (Abteilungsleitung Freiwilligendienste AWO Hessen-Süd e.V.)

Bernhard Lindner (Kreisvorsitzender AWO Fulda)