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„Man lernt täglich etwas dazu“ – MdB Gisela Manderla im Gespräch mit Freiwilligen

Köln. Gisela Manderla (CDU) hat sich am Mittwoch (10.07.2019) in der Ossendorfer Caritas-Werkstatt Gut Frohnhof mit Freiwilligen getroffen. Die Politikerin nahm sich viel Zeit, um mit zwei jungen Frauen über ihre Arbeit mit Menschen mit Behinderung zu sprechen. Sie beenden bald ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ).

Angeregt hatte das Treffen der Verein „Freiwillige soziale Dienste im Erzbistum Köln“ (FSD), der jedes Jahr über 1000 Freiwillige an Einsatzstellen im sozialen Bereich vermittelt. Ziel war es, der Bundestagsabgeordneten den Alltag der Freiwilligen näherzubringen, um auf den Wert von Freiwilligendiensten für junge Menschen und die Gesellschaft hinzuweisen. Deshalb ist es wichtig, trotz angespannter Haushaltslage die finanzielle Förderung von Freiwilligendiensten auch im nächsten Bundeshaushalt sicherzustellen.

Nach FSJ Ausbildung im sozialen Bereich

Bethy Nia Stern (19) und Celine Dreier (17) helfen den Menschen mit Behinderung in der Werkstatt der Einrichtung. Sie möchten ihre Erfahrungen der letzten Monate nicht missen. Bethy Nia Stern schwärmt: „Man lernt täglich etwas dazu. Die Arbeit ist abwechslungsreich und macht sehr viel Spaß.“ Celine Dreier wollte während ihres FSJ ausprobieren, „ob die soziale Arbeit etwas für mich ist“. Nun werden beide Freiwilligen nach ihrem FSJ eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin beginnen. Auch Lea Stammen, ehemalige FSJ-lerin im Gut Frohnhof, ist diesen Weg gegangen. Nach ihrer Ausbildung ist sie dorthin als Fachkraft zurückgekehrt.

Gisela Manderla hörte den Freiwilligen gespannt zu. Sie selbst hat früher einen Freiwilligendient in einem Krankenhaus absolviert. Manderla betonte den besonderen Stellenwert der Freiwilligenarbeit: „Für unsere Gesellschaft ist der Freiwilligendienst von unschätzbarem Wert.“ Das könne man auch daran sehen, dass sogar darüber diskutiert worden sei, ihn verpflichtend einzuführen. Die CDU-Politikerin hält jedoch mehr von Freiwilligkeit: „Wer etwas freiwillig tut, geht mit mehr Motivation an seine Aufgaben heran.“

Neue Impulse und Perspektiven

Auf dem Gut Frohnhof werden seit vielen Jahren Freiwillige beschäftigt. Andreas Weber, Geschäftsfeldleiter Caritas Wertarbeit, schätzt ihre Arbeit aus mehreren Gründen: „Die jungen Menschen entlasten nicht nur das Fachpersonal, sie haben auch einen anderen Blick auf die Dinge und geben neue Impulse. Außerdem ist es für uns eine gute Möglichkeit, zukünftig neue Fachkräfte zu gewinnen.“

In den begleitenden Seminaren beschäftigen sich die Freiwilligen mit Berufsorientierung und gesellschaftlich relevanten Themen. Daneben profitieren die jungen Menschen auch in anderer Hinsicht, betont Judith Sonnen, die Pädagogische Leiterin beim FSD: „Durch einen Freiwilligendienst setzen sich junge Menschen verstärkt mit sich selbst auseinander und erlernen soziale Kompetenzen. Das alles trägt zur Persönlichkeitsbildung bei und eröffnet neue Perspektiven.“

Der FSD vermittelt Freiwillige im gesamten Erzbistum Köln, unter anderem an Kindergärten und Krankenhäuser, in der Alten- und Obdachlosenhilfe sowie im Flüchtlingsbereich. Bewerbungen sind jederzeit möglich.

Bildunterschrift: 
Bethy Nia Stern (Freiwillige), Anna Schönhütte (Bildungsreferentin, FSD), Celine Dreier (Freiwillige), Lea Stammen (Gut Frohnhof), Birgit Achenbach-Söller (Leitung Produktion, Gut Frohnhof), Jochen Günther (Stabstelle Rehabilitation, Gut Frohnhof), Judith Sonnen (Pädagogische Leiterin beim FSD) und die CDU-Politikerin Gisela Manderla, (von links)

Ein Post zu dem Treffen gibt es auf der FSD-Facebook-Seite